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Chapter 5: Hot in the City!

In this story read about Carol's well hidden keys!

sunny 44 °C
View Map: Let's Do summer... on NoUturners's travel map.

So, wir fackeln nicht lange mit einer Eröffnungsansprache. Wir haben euch einen heißen Beitrag versprochen und ihr werdet ihn bekommen. Stürzen wir uns also hinein ins hitzige Abenteuer, denn gleich an unserem zweiten Wochenende wurden hier mehrere Rekorde gebrochen und wir waren live dabei. Verwegen und selbstlos nämlich – um euch eine weitere wilde Geschichte vom anderen Ende der Welt schildern zu können! Bereits am Freitag sagten die Meteorologen für den Samstag Temperaturen von 44 Grad voraus, offiziell im Schatten gemessene bitteschön. Und wir nehmen es vorweg: Es wurden schließlich 43,3 Grad, der heißeste Tag seit 6 Jahren hier in Perth.

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Glücklicherweise hielt sich die Luftfeuchtigkeit jedoch im unteren, sehr moderaten Bereich auf. Somit bereitete zumindest mal das Schnappen nach Luft keine Probleme. Geht man dann auch noch in den Schatten und begibt sich in die Obhut des "Fremantle Doctor" (ihr wisst hoffentlich noch wer das ist, hm?) ist alles nur noch halb so schlimm. Dennoch war nicht zu spaßen, das Motto hieß: Kühlen Kopf bewahren!

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Was macht man in so einem Fall also? Richtig, man macht sich auf zum Beach. Wir wollten diesmal einen anderen ausprobieren, den City Beach. Aber die Busse dahin fahren ausgerechnet am Wochenende in nur sehr großzügigen Abständen und so haben wir kurzerhand spontan (ja, auch ich bin das manchmal) den Plan geändert und sind mit dem nächsten Zug der Fremantle Line erneut zum Cottesloe Beach aufgebrochen. Ihr wisst schon, jener von weißen Killerhaien verseuchte welchige, auf dem wir auch am Wochenende davor schon waren. Ja, es gibt in der Tat komplexere Entscheidungen zu treffen.

Diesmal bekommt ihr Fotos mit veränderten Blickwinkeln, damit ihr euch nicht schon wieder die gleichen Motive ansehen müsst.

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Für alle, die sich jetzt wundern: "Ja, und? Im Wasser wart ihr nicht?" kontern wir spontan: "Geh bitte, na klaro waren wir das!" Es ist halt so, so eine Kamera ist halt auch sehr sehr empfindlich wegen Sand und Wasser und so, also blieb sie im Rucksack zurück und wir haben unbemerkt von euch Stalkern das sehr erfrischende Bad im indischen Ozean genommen! Und ja: Nicht nur bis zu den Oberschenkeln, wie so manche Kritiker nach unserem letzten Strand-Abenteuer behauptet hatten.

Und was machen die örtlichen Strandbesucher so bei knappen 44 Grad? "Ebenso ins Wasser gehen natürlich, du Schlaumeier!", werdet ihr euch nun denken. Ja, das stimmt natürlich, nicht nur zum Schwimmen übrigens, sondern auch zum Kite-Surfen:

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Aber was machen jene, die nicht im Wasser sind? Na? Eben: Rugby und Cricket spielen. Ist ja bitte komplett logisch bei der Hitze!

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Jetzt werden viele sagen, dass das ja ganz nett ist. Strand und so und überhaupt. Aber bitte wer will schon 43,3 Grad? Ja, das können wir verstehen, diese hohen Temperaturen sind definitiv nicht jedermanns Sache. Aber wir können euch beruhigen, das sind selbst hier seltene Ausreißer nach oben. Also bitte, wir können es ja verraten: Zwei Tage später, am Montag hatte es auf 30 Grad abgekühlt. Viel wichtiger, als um die paar Grad auf oder ab zu philosophieren ist: Wir haben hier täglich blauen Himmel! Und das ist wirklich Balsam für die Seele!

Wie auch immer, am frühen Abend fuhren wir wieder zurück in die Stadt, wo der Herr Doktor aus Fremantle nicht mehr ganz so stark wie direkt an der Küste wehte. Also war die nächste logische Frage: "Wie bitteschön schließt man einen solchen Tag würdevoll ab? Und vor allem wo?" Alle Alkoholiker unter euch wissen es so gut wie wir: Bei einem Bier beim Wirt'n natürlich! Denn wir alle wissen schließlich ganz genau, Wasser als Durstlöscher wird völlig überbewertet. Ein Pint "Victoria Bitter" ist da schon viel besser geeignet! Und wo genau? Natürlich beim Wirt'n unseres Vertrauens: The Flying Scotsman!

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(Keine Sorge, wir hatten zwar jeder zwei Bier intus, haben uns aber ausnahmsweise mit Randalen zurückgehalten)

Und weil grad Samstag Abend war, sind wir noch die Beaufort Street entlang geschlendert und haben ein wenig das Nachtleben eingesaugt:

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Und weil man als Enddreißiger (nicht meckern, noch darf ich das schreiben) nach zwei Bier dann doch eher geneigt ist, nicht noch ein drittes zu trinken, bin ich, euer Erzähler, in einen offenbar sehr lange geöffneten Buchladen gewankt (es war bereits nach 22 Uhr) . Ideen sammeln, damit auch der nächste Beitrag wieder locker von der Hand geht.

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Danach sind wir angegessen, angetrunken und ganz schön müde heimwärts gezogen. Am nächsten Morgen dann die offizielle Bestätigung dessen was uns bereits in der Nacht klar war: Wir waren Zeuge eines neuen Rekords. Noch nie in der Geschichte der hiesigen Wetteraufzeichnungen wurde eine so hohe nächtliche Minimaltemperatur gemessen. 29,7 Grad hatte es um 5 Uhr morgens. Noch um 2 Uhr Früh lag sie bei 35 Grad! Das war wirklich eine ganz neue Erfahrung, die auch für uns Hitze liebenden mehr als grenzwertig war. Der Schlaf blieb somit ein sehr unruhiger welchiger.

Um nochmals zum Strand aufzubrechen, waren wir ein wenig zu müde, behäbig, faul ... (nehmt ein Adjektiv eurer Wahl)! Der nahe liegende Hyde Park (unser Jogging-Paradies, ihr wisst noch?) taugt auch als Sonntagsausflugsziel. Es hatte zwar nochmals 41 Grad, dank der sehr trockenen Hitze im luftigen Schatten aber durchaus erträglich. Vor allem wenn man seinen eher weniger anstrengenden Hobbys nachgeht:

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Und wenn die Erwachsenenkamera ausgepackt wird, kommt die Exotik unserer temporären Heimat erst so richtig zur Geltung:

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Des Australiers (und auch "der -in" selbstverständlich) liebste Beschäftigung, wenn er (und auch sie selbstverständlich) nicht grad surfen ist, im Pub sitzt oder im Auto zum nächsten Bottle Shop unterwegs ist, ist was genau? Wer weiß es? Richtig, BBQ im Park! Überall stehen elektrische Münzgriller gratis für jedermann (und auch jedefrau selbstverständlich) zur Verfügung. Da kann es schon passieren, dass man nicht nur Kleinfamilien beim BBQ sieht sondern auch mehrere Großfamilien zusammen. Spielplätze mit kühlenden Wasserbrunnen ergänzen das Erlebnis für Groß und Klein:

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Und ganz besonders der Hyde Park hat es offenbar Profi- und Amateurfotografen gleichermaßen angetan. Es wird jedes erdenkliche Motiv mit allen erdenklichen Protagonisten genutzt, um mehr oder weniger originelle Fotos zu schießen:

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Somit war auch dieser Tag rasch zu Ende. Nein! Noch nicht, ein Kaffee geht immer noch! Obwohl, nicht bloß Kaffee. Genauer gesagt, einer der eisgekühlten Sorte stand ganz oben auf der Wunschliste. Und den bekamen wir dann auch im "Caffissimo", ein wunderbar erfrischendes Cafè, ebenfalls im Ausgehviertel in der Beaufort Street gelegen.

Also Prost und Schlürf!

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Abschließend noch zu einer Geschichte, die sich am Tag nach unserem Strandbesuch ereignet hat. Dazu müsst ihr wissen: Wir haben eine vergitterte und daher luftdurchlässige Außentüre und eine normale Eingangstüre aus Holz. Beide waren noch versperrt, als wir beim Frühstück saßen. Plötzlich rüttelt jemand an der Außentüre, die aufgrund des Gitters ganz besonders unheimliche Geräusche von sich gibt, und versucht aufzusperren. Kurzes Fluchen, kurze Stille, dann eine Stimme: "Hi Carol ... no, I can't find the key ... and the door is locked." Wieder ein Rütteln an der Türe. Wohnen wir schon wochenlang in einer falschen Wohnung und der Eigentümer ist nun retour? Spannung pur. Schließlich öffnete ich beide Türen und trat ins Freie. Und was glaubt ihr wer stand vor unserer Türe und was wollte der mit Carol's Schlüssel ausgerechnet in unserer Wohnung? (And who the fuck was Carol?) Bleibt dran, wir verraten euch das Ende der Geschichte im nächsten Beitrag. Versprochen!

See you later, mate!

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Posted by NoUturners 19:15 Archived in Australia

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Comments

Wahnsinn, es scheint euch ja richtig gut zu gehen, also dolce (und auch molto calda) vita. Bin schon gespannt auf die Fortsetzung - das ist bestimmt ein verstoßener Freund der Wohnungsinhaberin?!

by Ernst + Elisabeth

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