A Travellerspoint blog

Chapter 13: Describing it with one word only? Paradise!

In this episode read about the danger of swimming with sharks!

sunny 38 °C

So, wir hatten Monkey Mia also verlassen, sind jedoch auf der Halbinsel der Shark Bay geblieben. Und da haben wir für nur eine Nacht (das Shire erlaubt hier leider nur eine Nacht Free-Camp) einen unglaublich schönen, einsamen und fliegenfreien (!!!) Platz gefunden. Bilder vom Ankunftsnachmittag und auch vom folgenden Morgen kommentarlos für euch zum Genießen:

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Und eine Geschichte haben wir auch zu erzählen. Denn so ganz alleine waren wir auch wieder nicht. Weit weg von uns, auf der anderen Seite der Bucht parkte sich ein klassischer Hippie-Miet-Campervan in die sandige Bucht ein. Etwas schief für unseren Geschmack, aber schließlich darf ja jeder so parken wie er möchte. Als dann nur wenige Minuten später ein kleines Männlein schnellen Schrittes auf uns zukam, waren wir uns sicher: Dieser Bus wurde nicht freiwillig so schief geparkt, er steckte im Sand fest! Ist ja kein Problem, ist uns ja auch schon passiert. Allerdings schalten wir dann einfach das Vierrad-Getriebe ein und schon geht’s auch wieder weiter. Die beiden Jungs (bitte, es waren Deutsche, jetzt kann ich es ja verraten) hatten wohl nicht bedacht, dass ihr alter Hippie-Van das nicht hatte. Na ja, also haben wir nachbarschaftlich geholfen. Der kleine Bruder dem großen. Und das ganz unspektakulär mit einer Schaufel und zwei Brettern unter die Hinterreifen geklemmt. Ein Abschleppen war nicht nötig und auch viel zu zeitaufwendig, denn das Bier zurück auf unserem Platz durfte ja auf keinen Fall warm werden!

Am nächsten Tag, kurz vor dem Verlassen der Shark Bay haben wir noch dem Shell Beach einen kurzen Besuch abgestattet. Ein weiß glänzender Strand, bestehend aus Millionen von zerbrochenen Muschelteilchen. Das türkisfarbene und klare Meer machte das zu einem perfekten Foto-Platz.

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Danach sind wir wieder viel gefahren. Und je weiter man in den Norden kam, desto schwieriger wurden die Bedingungen. Waren bisher Fliegen und der starke Meereswind an den von Sand dominierten Campingplätzen das größte Problem (also Salzluft + Sand + Wind = pickige, sandige Haut, ihr versteht?), so kamen am Weg in den Norden wegen der dünner werdenden Infrastruktur noch weitere Faktoren dazu. Die Suche nach Wasser, nach der nächsten Tankstelle, Eis für die Kühlbox (denn Regel Nummer 1: Das Bier musste immer kühl gehalten werden) und die schmächtiger werdende Vegetation. Büsche statt Bäume bedeuteten nämlich, dass es so gut wie keinen Schatten gab.

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Übernachtet haben wir wieder an der Küste, am New Beach. Kein sehr schöner Strand und wieder voller Fliegen, kehrte erst ab 19 Uhr Ruhe ein. Aber aufgrund der offenen Fläche war ganz besonders hier der Sternenhimmel noch beeindruckender als sonst.

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Gefrühstückt haben wir in Carnarvon, ein charmanter, von Palmen durchzogener Küstenort nur wenige Kilometer nördlich.

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(Wolfi, auch in Australien gibt's am Samstag Feuerwehrübung – nicht im Pfarrgarten sondern am Sportplatz)

An der Tankstelle hatte uns ein sehr sympathischer, zahnlückiger Einheimischer ein paar wichtige Tipps für unsere nächsten geplanten Stopps gegeben. Ausgeschmückt hatte er die Erzählungen mit wilden Geschichten über tödliche Oktopusse, von Haien abgebissenen Händen und das entweder Essig oder Urin gegen Quallengift helfen würde. Also Essig hatten wir keinen dabei, es war uns also ab sofort klar, was wir in so einem Fall anwenden würden.

Unser nächstes Ziel waren die so hoch gelobten Blowholes in der Nähe der Quobba Station. Warum hochgelobt? Weil dieser touristisch nicht ganz so bekannte Platz eine schöne Korallenbucht zum Schnorcheln abgibt und idyllische Camping-Übernachtungsplätze hinter Sanddünen warten. Ganz so überzeugt hatte uns die ganze Bucht jedoch nicht, aber für einen netten Schnorchelnachmittag und ein paar ruhige Stunden zum Entspannen hatte es allemal gereicht.

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(Margit fleißig beim täglichen Training)

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Aber jetzt ist es soweit. Jetzt passen alle ganz genau auf, denn die nächsten Tage sollten genau das bringen was wir uns schon seit Beginn unseres Trips erhofft hatten. Türkisblaues Meer und weiße Sandstrände, gepaart mit einem sensationellen Schnorchelerlebnis. Worum geht’s? Also, das Ningaloo Reef ist in den Ningaloo Marine Park eingebettet und bietet auf mehr als 200 Kilometern Länge Korallenriffe und Meerestierbeobachtungen aus nächster Nähe. Am Ende dieser Halbinsel, liegt Exmouth, ein kleiner vom Tourismus lebender Ort (bei unserem Besuch wegen der Nebensaison so gut wie ausgestorben) und Tor zum wunderschönen Cape Range National Park. Dieser bietet Wildlife, traumhafte Strände und herrliche Campingplätze. Einer davon war der Mesa Campground, so wie alle Campgrounds des Nationalparks gleich hinter einem traumhaften Strand angelegt, und dieser hatte sogar ein paar wenige Schattenplätze zu bieten. Und einen davon haben wir uns für die nächsten 3 Nächte zu unserer neuen, temporären Heimat auserwählt.

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Nur zwei weitere Plätze waren auf diesem riesigen Areal belegt, einer davon von Oscar, einem in Perth lebenden Venezolaner, der mit zwei befreundeten Gästen aus seiner Heimat ebenfalls dieses traumhafte Stück Erde erkundete und den wir möglicherweise in Perth wiedersehen werden.

Wie auch immer, gleich dahinter unser Hausstrand:

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Nachträglich zum 10-jährigen Jubiläum laufe ich Margit ein Herz in den Sand:

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Am Weg mit dem Auto durch den Nationalpark:

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Suchbilder: Wer findet die Echse?

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Der Tag nach unserer Ankunft wurde schließlich zu einem einzigartigen Erlebnis. Margit, eindeutig schnorchelfanatischer als ich, hatte die Turquoise Bay zu ihrer neuen Spielwiese erkoren. Eine aufgrund der Gezeiten und vorgelagerten Riffs natürlich entstandenen Strömung erlaubt es, sich von eben dieser treiben zu lassen, um am Ende direkt an einer Sandbank aus dem Wasser zu steigen (und das ganze nochmals zu erleben … und nochmals … und …). Und man sieht von Black and White Tip Reef Sharks über Schildkröten und vielen bunten Fischen und Korallen eine ganze Menge. Unterwasserkameras hatten wir keine dabei, daher müsst ihr uns das jetzt einfach glauben. Wovon wir euch Fotos liefern können, sind Schnappschüsse vom Strand. Und bevor Fragen auftauchen: Ja, es ist wirklich so schön hier!

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Schlussendlich hatte Margit das einzigartige Erlebnis, mit zahlreichen dieser (eher) harmlosen Haien geschwommen zu sein, ich durfte eine Wasserschildkröte bewundern und beide hatten wir während dieses extrem heißen Tages immer wieder Abkühlung im kalten Wasser gefunden. Ich selbst habe das Schnorcheln auf das Wesentliche beschränkt, Margit jedoch war in ihrem Element. Und weil sie beim Schnorcheln mit den Haien so ganz losgelöst von Zeit und Raum war, vergaß sie leider komplett auf ihre komplette Rückseite. Und so durfte ich den folgenden Abend und auch den ganzen folgenden Tag den wohl heftigsten Sonnenbrand, den ich je gesehen hatte, liebevoll pflegen. Ja, und Margit übte sich nicht nur in dieser Nacht sondern auch in den folgenden als Bauchschläferin.

Nach drei Tagen und drei Nächten traumhaft schönem, heißem und trockenem Wetter (an die 40 Grad hatte es mittags), angenehmem Wind und nur dezentem Fliegenbesuch sind wir mit unzähligen, wunderbaren Momenten im Gepäck wieder aufgebrochen. Durch Umwege, die sich durch so eine Reise automatisch ergeben, hatten wir bereits gute 2000 Kilometer hinter uns gebracht. Ab nun ging es wieder Richtung Süden Richtung Perth und sehr wahrscheinlich etwas direkter als am Weg hinauf.

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(unzählige Termitennester entlang des Highways)

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(ausnahmsweise mal keine Kängurus und Emus)

Allerdings war das Ningaloo Reef von uns erst zur Hälfte erkundet worden. Der nächste Stopp hieß Coral Bay, eine künstlich entstandene Ansammlung an Infrastruktur wie zwei Campingplätzen, einer Jugendherberge, einem Luxusresort und einem Quasi-Supermarkt. Das ganze erstreckt sich auf einer einzigen 500 Meter langen Sackgasse entlang. Also definitiv kein Ort im eigentlichen Sinn. Aber eh wurscht, denn die Hauptattraktion ist auch hier einzig das Korallenriff und alles was sonst noch dazugehört. Angeblich soll das Riff hier noch viel schöner und bunter sein als im Norden wo wir gerade herkamen. Ob das stimmt und ob Margits Rücken dafür überhaupt schon bereit war, erfahrt ihr beim nächsten Mal!

See you later, mate!

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Posted by NoUturners 22:05 Archived in Australia

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Comments

Mit den letzten beiden Einträgen, da ja, da bin ich dann absolut und ehrlich und ganz aufrichtig: neidisch, eifersüchtig, (gibt's noch ein Wort) geworden. Es tut grade sehr weh und es ist dennoch wunderbar, euch an diesen Orten zu sehen. Danke, dass ihr uns daran teilnehmen lässt und ich bin hiermit offiziell ein bekundender Fan eures Blogs (heimlich eh echo länger. Starker-Heiling. :) Ich freue mich sehr, dass ihr es genauso macht, wie es sein soll. Gemeinsam, in the air, on the road, in the sea.
Danke für diese wunderbaren Minuten oder mittlerweile Stunden, in denn man die eigenen Träumen ein bisschen mehr spüren darf.
Big big hug to both of you. Nicole

by die Nicole

Autsch, das mit Margit's Sonnenbrand war wohl ein schmerzhaftes Kontrastprogramm zum Schnorchelerlebnis! Schade, dass ihr keine Unterwasserkamera dabei hattet. Aber der Bericht und die Fotos vermitteln da schon einen tollen Eindruck!
Weiter viel Spaß auf eurer Reise in der australischen Wildnis :)

by Ernst + Elisabeth

Nicole, schön, einen neuen Fan zu haben :o) und noch schöner, dass du so mit uns mit lebst. (Wie oag is'n leicht des!!!) Ja, das ist wirklich etwas ganz besonderes, was wir hier gemeinsam erleben durften/dürfen - eine ganz, ganz spezielle Zeit! Ein bissl hamma noch… und dann geht's ab in den Frühling! Big hug, Margit Schmid

by NoUturners

Also ich find jetzt reichts aber langsam. Ich geb mir echt alle Mühe die schönen Sonentage des Wiener Frühlings zu geniessen... aber ihr macht es mir schon schwer muss ich zugeben! Es sei euch natürlich von Herzen vergönnt, eh klar :0)!! Geniiiiiiießt die letzten zwei Wochen!!! BACI

by Sorellina

@E+E: Ja, unter Wasser war auch super. Aber so was kann man mit Fotos ohnehin schlecht rüberbringen...
@Sorellina: Genieße ihn, den Frühling. Jeder soll das nehmen was gerade zur Verfügung steht. Passt ja eh. ;-) Es ist ja jetzt auch schon deutlich kühler bei uns. 31 Grad heute nur noch...

by NoUturners

Und wieder ein Tauchspot den ich in meine "To-Visit- Liste" aufgenommen habe. Ich kriege echt schon Sehnsucht auf´s Tauchen, bei uns ist es noch etwas zu kühl. l.G.

by Herbert

@Herbert: Ja, es muss ein Paradies für Taucher sein. Auf die Liste setzen und dann Zeit dafür nehmen und genießen. Bis bald!

by NoUturners

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